
20/03/2025
Seit 2011 veröffentlicht die Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) jährlich im März die Ergebnisse eines abwasserbasierten Drogenmonitorings. Das Projekt analysiert die Abwässer von rund 128 Städten und Gemeinden in der Europäischen Union, Norwegen und der Türkei. Dadurch können die Drogenkonsumgewohnheiten der Einwohner:innen untersucht werden. Die erste Untersuchung im Jahr 2011 hatte das Ziel regionale Unterschiede im illigalen Drogenkonsum in Euopa aufzuzeigen. Heute können auch zeitliche Trendanalysen durchgeführt oder Schwankungen je Wochentag herausgelesen werden.
Die Medizin Universität Innsbruck analysiert für Österreich seit 2016 17 Kläranlagen in ganz Österreich, was insgesamt rund 190 Gemeinden entspricht. 2024 lässt sich eine West-Ost-Verlagerung von Stimulanzien und synthetischen Drogen, nicht nur für Österreich sondern ganz Europa, erkennen.
Im Vergleich der Großstädte liegt Wien im unteren Drittel. Weiter zeigt sich ein Anstieg an Methamphetamin und auch an M**A. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Daten des Abwassermonitorings alleine nicht aussagekräftig sind und weitere Analysen für ein ganzheitliches Bild unabdingbar sind.
Quelle und weitere Information: https://www.euda.europa.eu/publications/html/pods/waste-water-analysis_en